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Schornsteinfegerinnung für den Bezirk des Regierungspräsidiums Tübingen
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Schulung für Feststoffmessungen an Scheitholzkessel

Unter der Leitung des Technischen Innungswarts der Schornsteinfegerinnung Peter Beham kam ein kleiner Kreis von interessierten Kollegen zu einer Praxisschulung zusammen. In die Runde hat sich auch eine junge Meisterschülerin gemischt, die ihr Wissen um die Feststoffmessung auf diesem Wege festigen wollte.
 
Wie gut, dass in dem Innungsgebäude in Riedlingen ein Scheitholzkessel betrieben wird. Hier konnte Kollege Beham sehr praxisgerecht in der Kleingruppe eine Messung nach der 1. BImSchV § 15 (1) bzw. § 25 (4.1) schulen. Dies betrifft den klassischen Heizkessel für feste Brennstoffe, für den der Betreiber eben alle zwei Jahre (gemäß entsprechenden Feuerstättenbescheid) eine Messung unter Einhaltung der Grenzwerte nachweisen muss.
 
Der Schulungsablauf und die Inhalte orientierten sich am ZIV-Arbeitsblatt Nr. 602 „Messungen an Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach der 1. BImSchV".
 
Erneut konnte wieder jungen Kollegen praxisgerecht eine unserer Kernaufgaben in vertrautem Umfeld nähergebracht werden.
 
Die Schulung wurde über das Schulungsportal www.schornsteinfeger-schulungsportal.de ausgeschrieben. Es lohnt sich stets hier nachzusehen, was kurz- oder auch mittelfristig dort angeboten wird.
Volker Jobst
 

Besuch der Firma Wodtke

Besuch der Vorstandschaft der Schornsteinfegerinnung Tübingen bei der Firma Wodtke

 

 
Die Vorstandschaft der Schornsteinfegerinnung Tübingen besuchte am 24. Januar 2020 im Rahmen einer Exkursion die Firma Wodtke in Tübingen-Hirschau. Die Firma Wodtke gilt als der Pionier für die Einführung des Brennstoffes Pellets und der Herstellung von Pelletsprimäröfen hier in Deutschland.
 
Nach einem Firmenportrait wurde das Entwicklungszentrum mit seinen Versuchsständen besucht. Ein Schwerpunktthema in der Entwicklung ist die weitere Reduktion von Feinstaub in der Verbrennung aber auch die mögliche Einbindung von digitalen Endgeräten in der Regelung. Man konnte erkennen, was in Zukunft noch für innovative Ideen und Produkte auf die Kunden warten. Man darf gespannt sein!
 
Im Rahmen einer Fachdiskussion wurde über die Zukunft und die Einsatzmöglichkeiten des Brennstoff Pellets als regenerativer Energieträger auch im Hinblick auf die Energiewende und Erfüllung der Anforderungen an die moderne Bauweise von Wohngebäuden diskutiert.
 
Abseits der fachlichen Gespräche war für die Begleitung ausreichend Zeit sich in den modern gestalten Ausstellungsräumen umzusehen. Dabei konnte man erfahren, wie mit den Produkten der Firma Wodtke innovative Feuerungstechnik und vielfach preisgekröntes Design in Einklang gebracht werden kann.
 
                                                              
                                                                                                                                                       Martin Katz
 
 

Innungsversammlung am 04.Dezember 2019

Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung Tübingen am 04. Dezember 2019 in Pfullendorf

 

Ausstellung


Um 8 Uhr öffneten die Pforten im Foyer der Stadthalle in Pfullendorf und die anwesenden Aussteller konnten ihre Waren und Angebote den anwesenden Mitgliedern zum Verkauf anbieten. Sehr gefragt ist bei den Mitgliedern der persönliche Dialog mit den Ausstellern.
 
Begrüßung
 
Pünktlich um 10.00 begrüßte Obermeister Andreas Feuerer in Pfullendorf die anwesenden Ehrenobermeister, Ehrenmeister, Altmeister sowie die Kolleginnen und Kollegen. Besonders begrüßte er den Präsidenten der Handwerkskammer Ulm Joachim Kimmer und den Präsidenten des Landesinnungsverbandes Stefan Eisele. Weiter begrüßte Andreas Feuerer die Vertreter der Innungen Manfred Mumm (Karlsruhe), Walter Baum (Stuttgart) den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Biberach Fabian Bacher, sowie den Vorsitzenden des ZDS der BG-Württemberg Simon Schweier.
 
Tagesordnung und Protokoll
 
Die Tagesordnung sowie die Niederschrift der letzten Innungsversammlung vom 10. Mai 2019 wurde ohne Gegenstimmen genehmig. Das Protokoll lag wie immer beim Schriftführer der Innung zur Einsicht aus.
 
Totengedenken
 
Obermeister Feuerer gedachte bei der Totenehrung der im Berichtszeitraum verstorbenen Altmeister Werner Stritzelberger, Werner Kölsch, Joachim Olst, Robert Bloching, Rudolf Scheyerle sowie unserem langjährigen Mitglied im Vorstand der Innung Tübingen und Leiter der Berufsbildung beim Landesinnungsverband in Ulm Bernhard Bullinger. Ihnen zu Ehren hatten sich die anwesenden Kollegen von den Plätzen erhoben.
 
Ehrungen
 
Mit achtungsvollen Worten würdigte Andreas Feuerer die Verdienste des ausgeschiedenen Vorstandskollegen Albert Mayer für seine 14 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand als Berufsbildungswart und Beauftragter für Qualitätssicherung der Innung sowie als Mitglied der Gesellen und Meisterprüfungskommission der Handwerkskammer Ulm. Kollege Albert Mayer wurde für sein Engagement zum Ehrenmeister der Schornsteinfegerinnung Tübingen ernannt.
 
Obermeister Andreas Feuerer bedankte sich ebenfalls bei Martin Desczyk für seine achtjährige Tätigkeit als Schriftführer der Innung Tübingen. Als Wertschätzung wurde ihm ein Präsent überreicht.
 
Für 50 Jahre Meister im Schornsteinfegerhandwerk wurde Hans Bucher mit dem Goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer Ulm ausgezeichnet. Durch eine Erkrankung konnte Kollege Hans Bucher die Ehrung leider nicht persönlich entgegennehmen.
 
Für 25 Jahre Bezirksschornsteinfegermeister bzw. bevollmächtigter Bezirksschornstein-feger wurden die der Kollegen Bernd Pauleweit als auch Ulrich Lorenzer geehrt. Hierfür wurde ihnen eine Urkunde und ein Präsent vom Obermeister übergeben.
 
Kollege Josef Gander (Bezirk Ravensburg Nr. 12) wurde von Andreas Feuerer In den verdienten Ruhestand verabschiedet.
 
Leider haben die Kollegen Hans Walcher und Wolfgang Willburger vorzeitig unser Handwerk verlassen. Der Druck durch fehlende Mitarbeiter und gegebenenfalls zu viel Verwaltung im Büro wird auf die Betriebsinhaber immer größer.
 
Neubesetzungen
 
Im vergangenen Berichtszeitraum waren wieder zahlreiche Veränderungen und Neubesetzungen in unserer Innung zu verzeichnen. Besonders erfreulich ist, dass wiederum neue Kollegen als Mitglied in die Innung beigetreten sind. Die neuen Kollegen sind Erik Schuldes (Ulm Nr.7), David Kaminski (Zollern-Alb-Kreis Nr.11), Brigitte Föhr (Ravensburg Nr.5), Martin Trögel (Ravensburg Nr.12) als auch Laurent Brielmaier (Bodenseekreis Nr.9). Alle Kollegen wurden zu Gesprächen ins Innungshaus eingeladen.
 
Bericht des Obermeisters
 
Neuigkeiten zum aktuellen berufspolitischen Sachverhalt überlies Obermeister Andreas Feuerer dem anwesenden Präsidenten des Landesinnungsverbandes Stefan Eisele.
 
Obermeister Feuerer berichtete, dass zukünftige Berichte zur Innungsversammlung nur noch in digitaler Form abgegeben werden können. Für Betriebe im Innungsbereich die ihre Weiterbildung zur TRGS-519 noch nicht absolviert haben wird ein Kurs am 8./9.01.2020 in Ulm angeboten. Nachdem das Schornsteinfeger-Handwerksgesetz am 22. Juli 2017 in Kraft getreten ist, liegen nun auch die Kommentierungen zum Gesetzestext vor. Das führt nun endlich zur Klarheit in den unterschiedlichsten Auslegungsfragen.
 
Zum Thema Lehrlingswerbung stellte der Obermeister die Möglichkeiten der Kinowerbung vor. Eigens für dieses Vorhaben wurde ein Werbefilm vom Bundesverband in Auftrag gegeben. Hier könne viel bewegt werden. Für Werbezwecke im Kino wird ein Zuschuss vom Bundesverband bereitgestellt.
 
Zum Thema der Weiterbildung stellte Obermeister Feuerer die nachfolgenden Weiterbildungskurse vor. Angeboten werden Schornsteinquerschnittsberechnung und Berechnung der Verbrennungsluftversorgung nach TRGI-2018, Sanierungsfahrplan Energieausweis und Bürofachkraft im Schornsteinfegerhandwerk.
 
In der Rubrik EU-Datenschutzgrundverordnung wurde ein entsprechender Rahmenvertrag mit dem Rechtsanwaltsbüro Descharms & Güneri abgeschlossen.
 
Ab dem 26. September 2019 müssen neue Energieeffizienzlabel verwendet werden. Kollegen die bis dato noch keine Labels beim Wirtschaftsministerium abgerechnet haben, sollten dies bis zum Jahresende erledigt haben.
 
Anfang Juli 2019 wurden Gespräche bezüglich der neuen Gebührenordnung im Wirtschaftsministerium (GebVoWM) geführt. Es wurde deutlich gemacht, dass die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger, nun bereits seit fast fünf Jahren, auf eine neue Anpassung der Gebühren warten. Es wurde uns versichert, dass gegen die Gebühren der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger keine Einsprüche vorlägen und die Gebührenverordnung im Nachgang der Verabschiedung der Landesbauordnung schnellstmöglich in Kraft gesetzt wird.
 
Die Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbands des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg hat am 11. Oktober 2019 in Konstanz einstimmig beschlossen, die empfohlene Ausbildungsvergütung über die Sätze des Ausbildungstarifvertrages in den einzelnen Ausbildungsjahren um weitere 100 € anzuheben. Wir empfehlen auch weiterhin die Anmeldung der Auszubildenden bei der Pensionskasse des Schornsteinfegerhandwerks (PKS) mit einem Beitrag von 30 € anzumelden.
 
Große Sorgen bereitet uns im Moment die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkks). Unser in der Praxis angewandtes Matrixzertifizierungsverfahren wurde auf den Prüfstand gestellt und als unzureichend bezeichnet. Hier muss unser Partner TÜV Rheinland schnell Klarheit schaffen, damit das Qualitätsmanagementsystem in unserem Handwerk eine Zukunft hat.
 
Am Ende seines Geschäftsberichtes bedankte sich Obermeister Feuerer bei der Sekretärin der Innungsgeschäftsstelle für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. In den Dank schloss er auch die Vorstandsmitglieder, Mitarbeiter des Prüfstandes und alle Kollegen mit ein, die ihn in seiner Amtsführung tatkräftig unterstützten.
 
Bericht Technik
 
Vorstandsmitglied Armin Urban vertrat den erkrankten Innungstechniker Peter Beham. Stellvertretend wurden nachfolgende Themen in seinem Bericht angesprochen:
In Baden-Württemberg werden schon seit Januar 2010 Anforderungen an neu errichtete Heizungsanlagen gestellt (EWärmeG BW). Eine Austauschprämie für Ölheizung von 40 % der Kosten wenn man von einer bestehenden Ölheizung auf erneuerbare Wärme umstellt.
Wo dies nicht möglich ist, kann auf effiziente hybride Gasheizungen, die anteilig erneuerbare Energien einbinden, umgestellt werden. Fraglich ist, was Betreiber in den Gebieten ohne zentrale Gasversorgung als Zuschuss für einen Austausch bekommen.
 
Am 1. August 2019 ist das Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO) in Kraft getreten. Im Zug der Verbändeanhörung wurde vom LIV gefordert Brennstoffzellenheizgeräte in die Abnahmeverpflichtung durch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger aufzunehmen. Dieser Punkt wurde in der Novellierung 2019 leider nicht berücksichtigt.
 
Die Statistik muss wie in den vergangenen Jahren über den Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg abgewickelt werden. Der Inhalt des Datenträgers ist auf Vollständigkeit und Plausibilität zu überprüfen.
 
Die Datei muss bis spätestens 17.01.2020 per Email oder alternativ per Datenträger an den Landes-innungsverband gesendet werden. Eine Abgabe der Statistik in Papierform ist zukünftig nicht mehr möglich. Erfassung von Festbrennstofffeuerstätten, die im Zeitfenster 01.01.2019 bis 31.12.2019 neu installiert wurden, sind gesondert zu erfassen. Ein Formblatt für die Erfassung ist als Excel-Datei auf unserer Homepage im internen Bereich hinterlegt.
 
Die Technische Prüfstelle Süd e.V hat ihre Spätjahresüberprüfung sowie die Nachprüfung der Messgeräte zwischenzeitlich abgeschlossen.
 
Aufgrund der Halbjahresprüfungen wurden die Messgeräte-Identifikationsnummern geändert bzw. aktualisiert. Es wird darauf hinweisen, dass die aktuellen Messgeräte-Identifikationsnummer in den jeweiligen Softwareprogrammen aktualisieren werden muss.
 
Am Ende seines Geschäftsberichtes bedankte sich Armin Urban für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder.
 
Bericht Berufsbildung / Lehrlingswesen
 
Der Lehrlings- und Berufsbildungswart (BBW) Tobias Agricola berichtet von seiner Tätigkeit im abgelaufenen Berichtszeitraum. Auf die nachfolgenden Themen ging BBW Tobias Agricola ausführlich ein.
 
Am 19.10.2019 fand der zweite Eignungstest für das Jahr 2019 statt, teilgenommen haben an diesem Test, insgesamt 14 Probanden. Folgende Bewertungen konnten ausgesprochen werden: 2 x A, 8 x B und 4x C. Der nächste Eignungstest im Jahr 2020 wird wieder in Ulm durchgeführt. Die Einladung/Anmeldung erfolgt wieder über unsere Fachzeitung.
 
Bei der Sommergesellenprüfung 2019 stellten sich insgesamt 48 Teilnehmer. Es haben 42 Prüflinge die Prüfung bestanden. Davon waren 37 Erstprüflinge, zwei Erst-Wiederholer und drei Zweit-Wiederholer. Leider haben 8 Prüflinge die Gesellenprüfung nicht bestanden.
 
Beim praktischen Leistungswettbewerb, der im November in Rostock stattfand, wurde Schornsteinfegerin Judith Krauter aus dem Betrieb von Rainer Rössler (Innung Stuttgart) Landes- und Bundessiegerin.
 
Bei der Meisterprüfung im Herbst wurde nun auch nach der neuen Schornsteinfegermeisterprüfungsverordnung 2019 geprüft.
 
Von 22 Prüflingen haben 17 bestanden. Von vier Wiederholern hat leider nur einer bestanden. Das heißt von 26 Meisteranwärtern haben 18 bestanden, was einer Durchfallquote von 31 % bedeutet. Die aktuellen Lehrlingszahlen bei 169 Betrieben im Regierungsbezirk Tübingen liegen derzeit gesamt in allen drei Lehrjahren bei 43 Auszubildenden davon sind 4 weiblich und 39 männlich.
 
Da unsere derzeitigen Lehrlingszahlen nicht ausreichend sind, um den zukünftigen Bedarf an Mitarbeitern und Meistern zu decken, ist es besonders wichtig, während der täglichen Arbeit aktiv für unseren Nachwuchs zu werben.
 
Die Ausbildungsvergütung liegt ab dem 01.01.2020 bei 680,-, 750.-, 820.- Euro (verbindliche Empfehlung des LIV).
 
Die Führung des Berichtsheftes soll zukünftig in Digitaler Form erfolgen. Eigens hierfür werden kleinen Laptops angeschafft. Diese sollten dann rechtzeitig für die Prüflinge bereitstehen.
 
Seit mehr als 20 Jahren gibt es jetzt schon das QM/UM-System für das Schornsteinfegerhandwerk. Dieses gut funktionierende System wurde aber jetzt durch die „Dakks" in Frage gestellt. Da hier auch schon sehr viel in unseren Fachzeitungen berichtet wurde werden wir diese Thematik bis zur endgültigen Klarstellung den Funktionären unseres Handwerks überlassen.
 
Am Ende seines Geschäftsberichtes bedankte sich BBW Tobias Agricola bei der Sekretärin der Innungsgeschäftsstelle für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
 
In den Dank schloss er auch die Vorstandsmitglieder, vor allem aber Albert Mayer der ihm in seiner Amtseinführung als BBW tatkräftig unterstützte.
 
Kasse
 
Kassier Martin Katz berichtet, dass die Innung Tübingen wirtschaftlich sehr positiv aufgestellt ist.
 
Die Ausgaben für das Ehrenamt würden stetig geringer werden, dafür die Ausgaben für das Hauptamt im Sekretariat steigen.
 
Die Haushaltsvorkalkulationen 2020 wurden schon im Vorfeld allen Mitgliedern zusammen mit der Einladung zur Innungsversammlung versendet.
 
Die Haushaltvorkalkulation 2020 wurde einstimmig angenommen.
 
Martin Katz lobte die Arbeit aller Vorstandskollegen und des Sekretariats. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.
 
Aktuell-Referat des Präsidenten

Stefan Eisele sprach zu Beginn seines Referates die noch immer nicht verabschiedete Bundes- und Landes-KÜO an.
 
In nachfolgenden Themenblöcken informierte er die Mitglieder der Innung: Das QM/UM-System, bei dem es tatsächlich Probleme gäbe, die benannt werden müssen. Die zuständigen Personen im Bundesverband arbeiten mit Hochdruck an Lösungen. Die Änderungen in der 1. BImSchV bezüglich der Ableitbedingungen wurden nach dem Einspruch des ZIV und anderer Verbände vorerst gestoppt. Dies bewirkten auch zahlreiche Gespräche auf politischer Ebene.
 
Präsident Stefan Eisele ging auch auf das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung ein.
 
In Baden-Württemberg wird zu wenig ausgebildet. Die Ausbildungsziele 2019 wurden bei weitem nicht erreicht.
 
Stefan Eisele erläuterte die Notwendigkeit der höheren Ausbildungslöhne ab 2020. Das Schornsteinfegerhandwerk dürfe nicht länger Schlusslicht bei der Höhe der Ausbildungslöhne sein.
 
Die Ausbildungsbetriebe müssen dringend ihre Ausbildungsverhältnisse früher bei LIV und Landesfachschule melden. Noch vor Beginn der Sommerferien, da die Schulleitung die Klassen bilden muss.
 
Das Schornsteinfegerhandwerk biete eine gute Zukunft, so die Einschätzung des LIV-Präsidenten.
 
Zum Abschluss der Innungsversammlung bedankte sich Obermeister Andreas Feuerer bei allen Gästen und Kollegen und wünschte Ihnen noch eine gute Heimreise.
Karl-Heinz Müller
 

Innungsversammlung am 10. Mai 2019

Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung Tübingen am 10.05.2019 in Pfullendorf

„Gemeinsam für den Fortbestand unseres Schornsteinfegerhandwerkes sorgen"
 


Die Frühjahrsversammlung der Schornsteinfegerinnung für den Bezirk des Regierungspräsidium Tübingen in der Stadthalle in Pfullendorf wurde durch Obermeister Andreas Feuerer pünktlich eröffnet.
 
Nach der Begrüßung der Versammlung, an der auch wieder erfreulich viele Altmeistern teilnahmen wurden die Gäste der Innungsversammlung von Andreas Feuerer willkommen geheißen. Diese waren der Präsident des Landesinnungsverbandes Stefan Eisele und die neu gewählten Obermeister der benachbarten Schornsteinfegerinnungen Karlsruhe Manfred Mumm und Freiburg Karl-Rainer Kopf sowie den alten und neuen Obermeister Walter Baum der Innung Stuttgart.
Als weitere Gäste konnte Andreas Feuerer den Ehrenobermeister Peter Habel und die Ehrenmeister Werner Friedrich Bosch und Siegfried Rothmund begrüßen.
Weiter wurden der Vorsitzende der ZDS Bezirksgruppe Württemberg Herr Simon Schweier begrüßt. Simon Schweier richtete im Verlauf der Veranstaltung ein Grußwort an die Versammlung. Weitere Gäste waren der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Biberach Fabian Bacher und vom Vorstand des Landesinnungsverbandes , zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, Volker Jobst. Sowie aus dem neu gewählten Gesellenausschuss den Altgesellen Jens Albert, Elias Huber und Martin Rettich.
Nach der einstimmigen Genehmigung der geänderten Tagesordnung und der Niederschrift der letzten Innungsversammlung vom 07. Dezember 2018 durch die Versammlung, kam Obermeister Feuerer zum traurigen Teil der Innungsversammlung.
 
 
Gedenken an Verstorbenen


Seit der letzten Innungsversammlung mussten wir uns von unserem Altmeister, Eugen Müller verabschieden. Er verstarb am 18.12.2018 im Alter von nur 84 Jahren. Am 04. Februar 2019 verstarb Altmeister Karl Jauz im Alter von 71 Jahren. Am 03. April 2019 verstarb Altmeister Ulf Klebitz im Alter von nur 60 Jahren. Die Anwesenden erhoben sich zum Gedenken an den verstorbenen Kollegen.
 
 
Ehrungen


Der anschließende Tagesordnungspunktpunkt war für Obermeister Feuerer weitaus erfreulicher. Es standen einige Ehrungen auf dem Programm. So wurde besonders gedankt für 10 Jahre im Ehrenamt als interner Auditor dem Kollegen Werner Gekeler. Hierfür wurde ihm eine Urkunde der Handwerkskammer Reutlingen übereicht.
In den verdienten Ruhestand wurden die Kollegen Ewald Beppler, Werner Bosch und Roland Krall von Obermeister Andreas Feuerer verabschiedet. Er wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute und Gesundheit. An dieser Stelle wurde auch der „gusseiserne Kaminfeger" an die scheidenden Kollegen überreicht.
Im vergangenen Berichtszeitraum gab es wieder einige Veränderungen und Neubesetzungen von Bezirken in unserer Innung. Als besonders erfreulich sah Obermeister Feuerer die Tatsache, dass alle neuen Kollegen die einen Bezirk zur Verwaltung übernommen haben, unserer Innung als Mitglied beigetreten sind.
So wurden die neuen Mitglieder


Yannik Kron                        (Stadt Ulm Nr.08)


Daniel Blaser                      (Ravensburg Nr. 17)


Daniel Fischer                    (Zollern-Alb-Kreis Nr. 03)


von Obermeister Feuerer und allen anwesenden Kollegen herzlich begrüßt.
 
 
Geschäftsbericht des Obermeisters


In seinem Bericht ging Obermeister Feuerer überwiegend auf Themen ein, die die Innung Tübingen betrafen. Die Ausführungen zum aktuellen berufspolitischen Stand überließ er wie abgesprochen dem Präsidenten des Landesinnungsverbandes Stefan Eisele.
 
Andreas Feuerer berichtete der Versammlung über die vielfältigen Tätigkeiten, Veranstaltungen und Termine die er als Obermeister seit der letzten Innungsversammlung wahrgenommen und besucht hatte.
 
Weiter berichtete Andreas Feuerer über den neusten Stand der Kehr- und Überprüfungsordnung und der Gebührenordnung des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.
 
Obermeister Feuerer wies erneut die Kollegen eindringlich darauf hin, dass die Ausbildung junger Menschen in unserem Beruf entscheidend für unser Handwerk sei. Die meisten Betriebe seien auch 2019 wirtschaftlich in einer guten Situation und nur durch weitere Anstrengungen bei der Ausbildung und die daraus resultierenden Fachkräfte könne dies auch künftig sichergestellt werden.
 
Zum Thema EU-Datenschutzgrundverordnung gab es folgendes zu berichten, dass für die Innungsmitglieder ein Rahmenvertrag mit Rechtsanwalt Dominik Güneri ausgearbeitet und abgeschlossen wurde. Dieser wird den Mitgliedsbetrieben im Zuge der Weiterbildungsmaßnahmen vorgestellt bzw. angeboten. Jedes Mitglied kann dann natürlich selbst entscheiden für welchen Datenschutzbeauftragten es sich entscheidet.
Beim Labeling alter Heizungsanlagen gibt es ab September2019 neue Labels. Bis dahin dürfen die alten Labels weiter verwendet werden.
 
Auch wurde durch den Obermeister angeregt, dass die Mitglieder die landesweiten Weiterbildungen durch die STS BW mehr in Anspruch nehmen sollten. Demnächst wird durch STS zum Beispiel wieder der Kurs zur Bürofachkraft ausgeschrieben. Auch die Schulungen der neuen TRGI werden im Sommer nochmals angeboten.
 
Weitere Themen waren ein Bericht über einen Einbruch in die Geschäftsstelle in Riedlingen und den entstandenen Schaden.
 
Zum Abschluss erging noch der Hinweis auf den kommenden Landesinnungsverbandstag in Konstanz, der am 11. Oktober 2019 in Verbindung mit dem 100-jährigen Jubiläum der Schornsteinfegerinnung Freiburg stattfindet.
 
Obermeister Feuerer resümierte, unser Ziel müsse nach wie vor heißen: gemeinsam für den Fortbestand unseres Schornsteinfegerhandwerkes zu sorgen, damit es auch in Zukunft noch heißt: ,,Zum Glück gibt's den Schornsteinfeger".
 
Zuletzt bedankte sich Andreas Feuerer bei allen Kollegen und den Vorstandskollegen für die sehr gute Zusammenarbeit in den letzten 5 Jahren und stellte seinen Geschäftsbericht zur Diskussion.
  
 
Geschäftsbericht des Technischen Innungswartes (TIW)


Der Geschäftsbericht des Technischen Innungswartes Peter Beham ging ausführlich auf Neuerungen und Änderungen des Bereichs Technik ein.
 
Beim Baurecht unter anderem die Kommentierung zu den Themen Mehrfachbelegung Abweichung zur DIN 18160-1 in Baden-Württemberg, Bekanntmachung des Umweltministeriums Baden-Württemberg über den Verzicht auf vorhabenbezogene Bauartgenehmigung bei der Verwendung von Abgasanlagen ohne Sohle, Bauliche Beurteilung von Abgasführungen bei Shisha-Bars sowie die bauliche Beurteilung von Heizeinsätzen insbesondere beim Austausch. Die Änderungen zur 1. BImSchV und die 44. BImSchV sind noch nicht abschließend beschlossen.
 
Des Weiteren informierte Peter Beham über verschiedene Förderprogramme bei der Energieberatung. TIW Beham zog Bilanz der Frühjahresüberprüfung der Messgeräte durch die Technische Prüfstelle Süd e.V.. Er wies die Kollegen darauf hin, die neuen aktuellen Messgeräte-Identifikationsnummern in den jeweiligen Softwareprogrammen zu aktualisieren.
 
Peter Beham erläuterte, dass die Neuerungen beim DVGW-Arbeitsblatt G 600 (TRGI 2018) nach Abschluss der Schulungen nun umzusetzen sind.
 
In einem Ausblick auf künftige Novellierungen bzw. neuen Gesetze berichtet Peter Beham über das zukünftige Gebäudeenergiegesetz (GEG), die Novellierung der FeuVO BW, die Kehr- und Überprüfungsordnung und die Gebührenverordnung des Wirtschaftsministeriums BW. Peter Beham stellte noch einige technische Produkte vor und bat die Kollegen, sich regelmäßig auf der Homepage der Innung zu informieren.
 
Im Anschluss stellte Techniker Peter Beham seinen Bericht zur Diskussion und konnte den Kollegen bei diversen Fachfragen noch Auskunft erteilen.
 
 
Geschäftsbericht des Lehrlings- und Berufsbildungswartes (BBW)


BBW Albert Mayer begann seinen Bericht mit den Ergebnissen der im vergangenen Berichtszeitraum durchgeführten Eignungstests. Die Ergebnisse seien soweit zufriedenstellend. Eine höhere Teilnehmerzahl (nur 23 Teilnehmer und Teilnehmerinnen) wäre durchaus wünschenswert. Der nächste Eignungstest findet am 19.10.2019 in Ulm statt.
 
Derzeit gibt es in Baden-Württemberg 216 Auszubildende im Schornsteinfegerhandwerk. Im Regierungspräsidium Tübingen gibt es aktuell 48 Auszubildende.
Bei der Gesellenprüfung im Februar 2019 nahmen 33 Auszubildende teil. Bei der Meisterprüfung im Herbst 2018 haben 16 Schornsteinfegergesellen teilgenommen.
 
Auch Albert Mayer betonte erneut wieder, wie wichtig neue Auszubildende für unseren Berufsstand seien, und bat die Kollegen, mit ihren Bemühungen um Auszubildende nicht nachzulassen. Als Beispiele nannte er die Unterstützung bei der ÜBA oder die Organisation bzw. Standbesetzung von und bei Bildungsmessen und Schulen.
 
Weitere Themen waren die für November 2019 geplanten Mitarbeiterschulung und diverse andere Fortbildungen, die in der Geschäftsstelle in Riedlingen abgehalten wurden. Die landesweiten Schulungen für Schornsteinfegermeister haben bereits begonnen. Albert Mayer forderte die Kollegen wieder zur regen Teilnahme an den Kursen und Fortbildungen auf.
  
 
Geschäftsbericht des QM/UM-Beauftragten (QUB)


Da BBW Albert Mayer in der Innung Tübingen auch die Funktion des QUB ausfüllt, durfte er gleich am Rednerpult stehenbleiben. In seinem Bericht über die 55 Betriebe die 2018 auditiert wurden, kam er zu einer eher positiven Bilanz, bei der aber in einigen Punkten noch durchaus Verbesserungen möglich seien. Die neuen Zertifikate konnten bereits an die Kollegen ausgegeben werden.
 
Als sehr erfreulich bezeichnete Albert Mayer, dass sich die neu bestellten Kollegen dem Sinn und Zweck des QM/UM-Systems anschließen. Dadurch wird die schon hohe Anzahl der teilnehmenden Betriebe weiter erhöht. Das Audit sei als Hilfe und Unterstützung für Kollegen gedacht, um Arbeitsabläufe zu optimieren und Fehler zu vermeiden.
 
In seiner letzten Innungsversammlung als Vorstandsmitglied bedankte sich Albert Mayer bei den Auditoren, dem LIV, Frau Teufel vom Sekretariat, den Vorstandskollegen und allen Kollegen für die gute Zusammenarbeit über all die Jahre.
 
 
Bericht des Kassiers


In seinem ausführlichen Kassenbericht erläuterte Martin Katz der Versammlung das vorliegende Zahlenwerk. Als Resümee der Jahresrechnung 2018 ist ein ausgeglichener Haushalt erreicht worden.
 
 
Bericht Kassenprüfer


Bei der Kassenprüfung durch Roman Decker und Markus Maulbetsch in der Geschäftsstelle in Riedlingen, war nach Aussage von Roman Decker alles in Ordnung. Daraufhin wurde der Vorstand und der Kassier von der Versammlung einstimmig entlastet.
 
 
Wahl des neuen Vorstandes


Nachdem Ehrenobermeister Peter Habel einstimmig von der Versammlung zum Wahlleiter für die Wahl des Obermeisters bestimmt wurde und die vier Wahlhelfer ebenfalls ausgewählt waren, konnte der Wahlvorgang beginnen. Einziger Kandidat für das Amt des Obermeisters war Obermeister Andreas Feuerer, der nach Auszählung der Stimmzettel mit großer Mehrheit auch wiedergewählt wurde.
 
Von diesem Zeitpunkt ab, übernahm der alte und neue Obermeister Andreas Feuerer die Funktion des Wahlleiters. Die anschließende Wahl des stellvertretenden Obermeisters und des Technischen Innungswarts waren ebenfalls ohne Gegenkandidaten. So wurden Martin Katz und Peter Beham mit großer Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt.
 
Da der bisherige Lehrlings- und Berufsbildungswart und QM/UM-Beauftragte Albert Mayer nach vielen Jahren im Amt nicht zur Wiederwahl antrat, wurde für dieses Amt von der Versammlung Tobias Agrigola gewählt.
 
Zur Wahl der Beisitzers im Innungsvorstand stellten sich Armin Urban, Hans-Peter Grimm, Gabriel Greiner und Karl-Heinz Müller. Nach der Vorstellung der jeweiligen Kandidaten wurden von den Mitgliedern die bisherigen Beisitzer Hans-Peter Grimm und Karl-Heinz Müller wiedergewählt. Kollege Armin Urban, der künftig als stellvertretenden Techniker im Vorstand tätig sein wird, wurde als dritter Beisitzer gewählt.
 
Außerdem wurden die bisherigen Kassenprüfer Roman Decker und Markus Maulbetsch wiedergewählt. Als stellvertretender Kassenprüfer wurde Andreas Dehnisch gewählt.
 
Der neue Vorstand der Schornsteinfegerinnung Tübingen stellt sich nach der Wahl wie folgt zusammen:

Andreas Feuerer     Obermeister

Martin Katz                    Stellvertretender Obermeister/Kassier


Peter Beham                  Technischer Innungswart


Tobias Agrigola              Lehrlings- und Berufsbildungswart/QUB


Armin Urban                  Stellvertretender Technischer Innungswart


Karl Heinz Müller          Beisitzer


Hans-Peter Grimm        Beisitzer


Roman Decker               Kassenprüfer


Markus Maulbetsch      Kassenprüfer 


 
Aktuellreferat des Präsidenten Stefan Eisele
 
Im ausführlichen und informativen Aktuellreferat von Präsident Stefan Eisele wurden wieder alle relevanten Themen unseres Berufsstandes angesprochen.
 
Themen waren unter anderem die Energiewende, die Ausbildung, die neue KÜO, Datenschutz und Ableitbedingungen. Im Anschluss beantwortete der Präsident noch Fragen der Kollegen.
 
Zum Schluss der Innungsversammlung stellte Obermeister Andreas Feuerer den Antrag, den langjährigen Lehrlings- und Berufsbildungswart und QUB Albert Mayer im Rahmen der nächsten Innungsversammlung zum Ehrenmeister zu ernennen.
 
Diesem Antrag wurde von der Versammlung einstimmig zugestimmt. Im Anschluss gab es für die von Albert Mayer geleistete Arbeit im Ehrenamt einen langanhaltenden verdienten Applaus.
 
Zum Abschluss der Innungsversammlung bedankte sich der alte und neue Obermeister Andreas Feuerer bei allen Gästen und Kollegen.
 
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